Der RSI (Relative Strength Index) misst Tempo und Ausmaß von Kursbewegungen auf einer Skala von 0 bis 100. J. Welles Wilder hat ihn 1978 entwickelt, und bis heute gehört er zu den meistgenutzten Momentum-Indikatoren im Trading.
So funktioniert der RSI
Der RSI vergleicht den durchschnittlichen Gewinn mit dem durchschnittlichen Verlust über 14 Perioden (die Standardeinstellung). Überwiegen die Gewinne, steigt der RSI. Dominieren die Verluste, fällt er.
Die Formel liefert einen Wert zwischen 0 und 100:
- Über 70: Der Basiswert gilt als überkauft
- Unter 30: Der Basiswert gilt als überverkauft
- Zwischen 40 und 60: neutraler Bereich

Was überkauft und überverkauft wirklich bedeutet
Ein häufiger Fehler: RSI über 70 automatisch als Verkaufssignal zu werten. In starken Aufwärtstrends kann ein Markt wochenlang überkauft bleiben. Genauso garantiert ein RSI unter 30 keine Gegenbewegung. Im Abwärtstrend kann ein Basiswert lange überverkauft bleiben.
Entscheidend ist der Kontext:
- RSI über 70 an einem Widerstand = stärkeres Verkaufssignal
- RSI unter 30 an einer Unterstützung = stärkeres Kaufsignal
- RSI über 70 im starken Aufwärtstrend mit Volumen = Momentum, nicht unbedingt ein Hoch
RSI-Divergenz
Zu den stärksten RSI-Signalen zählt die Divergenz. Der Kurs markiert ein neues Hoch, der RSI aber ein tieferes Hoch (bärische Divergenz), oder der Kurs markiert ein neues Tief, der RSI aber ein höheres Tief (bullische Divergenz). Das geht oft einer Trendwende voraus.
Den RSI mit anderen Indikatoren kombinieren
Am besten funktioniert der RSI in Kombination mit:
- Unterstützungen und Widerständen: RSI-Extreme an wichtigen Kursmarken haben mehr Gewicht
- Volumen: Hohes Volumen bestätigt das Signal, niedriges Volumen schwächt es ab
- MACD: Wenn RSI und MACD übereinstimmen, steigt die Aussagekraft
- Trendrichtung: Überverkaufter RSI im Aufwärtstrend = möglicher Kauf, überverkaufter RSI im Abwärtstrend = mögliche Falle
Wie AiTradely den RSI nutzt
AiTradely berechnet den RSI für alle 42 Basiswerte auf deiner Watchlist vorab und gibt ihn direkt an den KI-Analysten weiter, zusammen mit Unterstützungen und Widerständen, Volumen, Korrelationen und News. Wenn du fragst „Wie sieht Bitcoin aus?“, kennt die KI den RSI schon, weiß, was er im Kontext bedeutet und ob er anderen Indikatoren widerspricht. Du musst nichts manuell nachschlagen.

